Das Übungsszenario war eine hybride Bedrohungslage mit Sabotageakten und Angriffen auf kritische Infrastruktur, verschärft durch Starkregenereignisse und übersättigte Böden. Zu diesen Szenarien zählten beispielsweise das Retten von Personen aus gefährlichen Situationen und das unterstützende Sichern eines Tatorts.
Ziel der Übung war es, die Fähigkeiten des THW im Zivilschutz zu schärfen und die Zusammenarbeit der Einheiten zu trainieren. Angesichts der aktuellen politischen Lage stärkt das THW in den nächsten Jahren gezielt seine Zivilschutzfähigkeit.
Im Mittelpunkt des Übungswochenendes vom 19. bis 21. September 2025 standen erneut die Technischen Züge des THW. Die Einheiten wurden bewusst aus unterschiedlichen Ortsverbänden zusammengestellt, um wie im realen Einsatz zusammenzuarbeiten. Dieses Vorgehen spiegelt die Realität in Großschadenslagen wider, wenn Kräfte aus unterschiedlichen Regionen kurzfristig gemeinsam eingesetzt werden.
Die Aufgabenpalette während der Übung war breit gefächert: Arbeiten im und am Wasser, Beleuchtung und Elektroversorgung, Atemschutz- und Gefahrgutlagen, Abstützen und Aussteifen, technische Rettung sowie verschiedene Aspekte des Zivilschutzes. Auch Sabotageakte wurden simuliert; ein Pyrotechnik-Team der Fachgruppe Sprengen sorgte mit Rauch, Feuer und Explosionen für zusätzliche Realität im Übungsgeschehen. Die Fachgruppe Bergungstauchen übte gemeinsam mit den Technischen Zügen den Aufbau eines Hochwasserstegs. Das Jugendrotkreuz (JRK) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) unterstützten die Übung als Notfalldarstellende. Das THW-Einsatznachsorgeteam war für die Einsatzkräfte in belastenden Situationen vor Ort.
Am zweiten Übungswochenende der Technischen Züge waren rund 1.000 Einsatzkräfte beteiligt, die feldmäßig untergebracht werden. Zur deren Koordinierung unterstützten außerdem die Fachzüge Führung und Kommunikation sowie Logistik die Übungsleitung. Während die Fachgruppe Logistik Materialwirtschaft für Nachschub der Verbrauchsgüter und Reparaturen von Einsatzgeräten sorgte, stellte die Fachgruppe Logistik Verpflegung die Versorgung sicher – über die gesamte Übung werden so über 4.500 Mittagsmahlzeiten frisch zubereitet und ausgegeben.
Da wir aus unserem OV bereits das Wochenende zuvor mit unserem Technischen Zug vor Ort waren, waren lediglich zwei Helfende direkt als Beobachter bei den Übungen an diesem Wochenende. Hinter den Kulissen wurde das Media Team NW auch an diesem Wochenende wieder tatkräftig durch zwei Helfer unseres Ortsverbandes unterstützt, sodass eine schnelle und effektive Pressearbeit aktiv geübt und umgesetzt werden konnte.
Zum Abschluss der Übungsreihe waren auch die THW Präsidentin Sabine Lackner und der Landesbeauftragte Nicolas Hefner vor Ort und machten sich ein Bild vom Ausbildungsstand der übenden Einheiten.
Die FÜLEX25 bot damit eine einmalige Gelegenheit, Ausbildung und Zusammenarbeit unter realistischen Bedingungen auf ein neues Niveau zu heben.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite https://story.thw.de/fuelex2025.
Bilder: Elias El Ghorchi/Stephan Frambach/Thorsten Bender
Text: LV Nordrhein-Westfalen

