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Zugtruppwochenende des Regionalbereichs Köln in Münster

Das diesjährige Zugtrupp-Wochenende auf Regionalstellenebene fand vom 20. bis 22. März in Münster statt. Der Ortsverband Köln Nord-West war mit sieben Teilnehmenden recht zahlreich vertreten, wobei davon auch fast alle aus dem Zugtrupp stammten. Insgesamt waren sieben Ortsverbände mit Zugtrupps und dem Fachzug FK (Führung und Kommunikation) sowie die Regionalstelle dabei, was erfreulicherweise ein enormes Wachstum zur letztjährigen Veranstaltung darstellt.

Am Freitag stand nach der Anreise und dem Abendessen noch die Begrüßung sowie ein erster Ausblick auf die Resilienz-Übung 2027 an. Diese darf sicherlich mit Spannung erwartet werden, sie wird sich jedenfalls durchaus merklich von bisher gängigen Übungsformaten unterscheiden und lebt in besonderem Maße von der Unterstützung der teilnehmenden Ortsverbände. Des Weiteren wurden die neuen Leitlinien für zivilschutzbezogene Einsätze vorgestellt.

Der Samstag begann nach dem Frühstück mit verschiedenen Theorieeinheiten. So wurde der CBRN-Einsatz (Einsatz mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren) mit den besonderen Anforderungen an räumliche, zeitliche und organisatorische Ordnung sowie die Führungsorganisation und Dokumentation umfangreich besprochen. Im Anschluss wurde das Thema der Fachzüge intensiv betrachtet, angefangen mit einem Erfahrungsbericht über den Einsatz eines Fachzuges WP (Wasserschaden und Pumpen) im Saarland 2024. Dies wurde vertieft mit einer Podiumsdiskussion zu den Vor- und Nachteilen von Fachzügen sowie den regulatorischen Rahmenbedingungen hierzu im THW.
Abgerundet wurde dieser Themenblock durch die Vorstellung von Ausstattung und Fähigkeiten des Fachzuges FK aus Köln Porz, der hierzu eine Führungsstelle aufbaute und die einzelnen Komponenten vorstellte, sodass man sich vom „Ackerschnacker“ (ein Feldtelefon) bis zum Führungs- und Lageanhänger umfangreich informieren konnte.

Nach dem Mittagessen gab es wohl den Höhepunkt des Wochenendes, eine mehrstündige Übung mit Fokus auf der Übergabe der Szenarien zwischen den von den Zugtrupps betriebenen Führungsstellen. Dies erforderte sowohl eine intensive Auseinandersetzung mit den Lagedarstellungen sowie die Flexibilität, sich innerhalb kurzer Zeit in verschiedenen Szenarien zurechtzufinden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Anwendung der Zivilschutzleitlinien, sodass die Szenarien hier mit besonderen Überraschungen aufwarteten.

Das Wochenende wurde am Sonntag abgeschlossen von einem Vortrag und Gruppenarbeit zum Thema Host Nation Support, das ist die Unterstützung auswärtiger Kräfte, zum Beispiel im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Auch gab es eine umfangreiche Feedbackrunde, bei der eine überwiegend gute bis sehr gute Bewertung abgegeben wurde.

Hier wurde das Wochenende als sehr positive Veranstaltung aufgefasst, die die wertvolle Möglichkeit bot, die Zusammenarbeit mit anderen Führungseinheiten auf regionaler Ebene zu üben, welche ja auch im Einsatz von elementarer Bedeutung ist. Sehr geschätzt wurde dabei der persönliche und fachliche, durchaus auch kontroverse, Austausch, sowohl in den Workshops und Übungen, als auch beim abendlichen Zusammensein.
Abschließend gilt es Dank zu sagen, insbesondere natürlich denjenigen, die das Wochenende organisierten oder inhaltlich mit Leben füllten, aber auch allen, die teilgenommen haben, denn alleine wäre es deutlich langweiliger gewesen. Wir freuen uns jedenfalls sehr auf eine Neuauflage im nächsten Jahr.

 

Text: David Schmitt (Ortsverband Köln Nord-West)

Bilder: Simon Streichardt (OV Siegburg)


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